Peaks of the Balkans (Deutsch)








 
 

Grenzübergangsgenehmigungen

Peaks of the Balkans

Der Peaks of the Balkans Trail (“Gipfel des Balkans”) ist ein 192 Kilometer langer Wanderweg der auf zehn Etappen das Dreiländereck Albanien, Kosovo und Montenegro verbindet. Vor wenigen Jahren wäre dies nicht möglich gewesen, mit einem neuem Genehmigungssystem können Besucher nun auf einer einzigartigen Trekking Runde die schönsten Bergregionen des vormals isolierten Albaniens, des nun unabhängigen Kosovo und eher für seine Küste bekannten Montenegros bewandern.

Der südlichste Ausläufer der Dinariden / Dinarischen Alpen bietet dabei die einmalige Szenerie. Das Gebirge verläuft zuerst parallel zur Adriaküste von Slowenien nach Süden, in Albanien inland und endet dann im Kosovo. Vor Ort nennt man den Gebirgszug die Albanischen Alpen, Prokletije (Slavisch) oder Bjeshket e Namuna (Albanisch), übersetzt sind das die nach ihrer Wildheit benannten “Verwunschenen Berge”. Auch der Jezerca befindet sich hier, der mit 2694 Meter höchste Gipfel des 600 Kilometer langen Gebirges. Die Szenerie ist abwechslungsreich und reicht von kargen dramatischen Karstlandschaften der Westalpen, dichten Märchen- und endlosen Nadelwäldern der fünf Nationalparks, verwitterten vulkanischen Urgestein zu weiten mit Gletscherseen übersäten saftig grünen Hochgebirgslandschaften der Ostalpen die oft an Nepal und Bhutan erinnern. Dazwischen findet man in ihrer Blumenvielfalt kaum zu übertreffende Weiden und von glasklaren, forellenreichen Flüssen geschaffene Täler in denen Bergbauern fern der Städte seit Jahrhunderten der Natur trotzten.

Die Isolation der Dörfer hat besondere Bräuche hervorgebracht und Traditionen bewahrt die anderswo verloren gegangen sind. Sowohl die berühmte albanische Gastfreundschaft als auch gefürchtete Blutrache beruhen auf dem ungeschriebenem Gesetz der Berge das Kanun genannt wird. Doch so entlegen diese Dörfer auch sein mögen, Karawanenrouten auf denen man heute noch reist und Besatzer wie die Römer und Osmanen haben ihre Spuren hinterlassen. Nahe der Route gib es eine Fülle an sehenswerten Orte wie das UNESCO Weltkulturerbe gelistete serbische Kloster Visiko Decani, die türkischen Altstädte Gjakova und Prizrens und das lebhafte Shkodra samt imposanter Festung die über dem größten See des Balkans thront. Der Skadar- und Komansee werben mit einzigartigen Bootsfahrten, die Zugstrecke zwischen Belgrad und montenegrinischer Hafenstadt Bar ist eine der schönsten des Kontinents. Dubrovnik, die Perle der Adria, die Fjord-ähnliche Bucht von Kotor, der Ohridsee und die noch leeren Strände der Albanischen Riviera können ebenfalls eingebunden werden.

Man merkt schnell der Peaks of the Balkans ist nicht nur ein simpler Pfad sondern vielmehr ein Konzept das drei Nationen über eine gemeinsame Bergregion verbindet. Zwischen unzählige Routen Optionen kann gewählt werden und während die originale Route die effizienteste für diejenigen sein mag die den kompletten Weg auf eigene Faust, mit Zelt und ohne Transfers bewältigen möchten, ist sie nicht unbedingt die schönste oder beste für alle anderen. Viele unbefestigte Fahrwege und Waldwege wurden als Kompromisslösung untergebracht, diese können durch szenische Alternativen ersetzt, mit Transfers übersprungen und abgekürzt werden. Gipfelmöglichkeiten locken entlang des Weges und wahre Highlights wie das Grbaja Tal oder die interessante Kelmend-Region offerieren ernstzunehmende zusätzliche Wanderungen. Guides wurden teilweise vom Deutschen Alpenverein (DAV) trainiert und helfen dabei die beste Route auszuarbeiten.

Wie lange?

Aufgrund der Geländebeschaffenheit und An-/Abstiege läuft man vornehmlich gegen den Uhrzeigersinn, so sind die Etappen auch auf der Rückseite der Karte beschrieben. Die 10 Etappen sind so aufgeteilt, dass man sie auf 10 bis 13 Tage verteilen und zusätzliche Ruhetage einschieben kann, je nach Kondition und Motivation. Die meisten unser geführten Touren reichen von 7 bis 15 Tagen, mit weniger Tagen ist es schwierig eine durchdachte Route aller drei Länder zusammenzustellen.

Wann?

Der beste Zeitraum um den Peaks of the Balkans Weg zu wandern ist Mitte Juni bis Mitte September. Davor sollte man auf reichlich Schnee und teils noch geschlossene Unterkünfte eingestellt sein, letzteres trifft auch auf den Frühherbst zu wenn die Temperaturen sinken und längere Regenperioden einsetzen können. Die meisten Einheimischen sind von Mitte Juli bis Ende August in den Bergen wenn das Wetter am stabilsten ist, die Weiden im Tal abgefressen, die Hänge von Blaubeeren bedeckt und Wälder voll mit Waldfrüchten.
Das sollte Wanderer nicht abschrecken außerhalb dieser Periode zu reisen aber Einfluss auf ihre Routenplanung haben. Auf Höhenabschnitte über 1800 Metern ist oft bis Ende Juni noch Schnee zu finden, in trockenen Karstgebieten versiegen einige der Wasserquellen bereits im August. Die Schäfersiedlung Doberdol und Hütten in Milishevc sind am kürzesten geöffnet, dort treffen die Bewohner abhängig vom Wetter mal früher mal später ein und verlassen sobald dieses einbricht die Höhen wieder – man sollte vor Reisebeginn die Lage überprüfen. Eine gute Orientierung bieten die Sommerferien vom 15. Juni bis 15. September, viele Familien ziehen mit den Kindern in dieser Periode aufs Land.

Startpunkte

Die besten Einstiegspunkte in die Wanderung sind

  • Shkodra, Albanien: 90min Fahrt vom Flughafen Tirana, 75min vom Flughafen Podgorica -> 3h Fahrt nach Theth oder Koman Fähre nach Valbona
  • Peja, Kosovo: 90min Fahrt vom Flughafen Pristina -> 45min Fahrt nach Reka e Allages (Rugova Schlucht)
  • Plav, Montenegro, 4-5h Fahrt vom Flughafen Podgorica

Flüge

Neben der Anreise über die Flughäfen von Tirana, Podgorica oder Pristina können auch Tivat (MNE), Dubrovnik (Kroatien) oder Korfu (Griechenland) in Betracht gezogen werden. Diese Verbindngen sind oftmals günstiger aber erfordern eine längere Anreise.

Bahn

Bar, Podgorica, Kolasin, Bijelo Polje an der Zugverbindung zwischen Serbien und Montenegro gelegen.
Eine Anreise könnte hier von München beispielsweise wie folgt mit der Bahn in drei Tagen unternommen werden:

  1. München – Salzburg (Österreich) – Llubjana (Slowenien) – Zagreb (Kroatien): hübsche Strecke durch die Alpen
  2. Zagreb (Kroatien) – Belgrad (Serbien): flache Landschaft, am besten nach Sightseeing in Zagreb und Übernachtfahrt im Schlafwagen
  3. Belgrad (Serbien) – Bosnien – Montenegro (Endstation Bar): sehr szenisch wilde Berglandschaft, größte Eisenbahnbrücke Europas und enorme Höhenunterschied

Auto

Durres (ALB) und Bar (MNE) sind mit der Fähre von Italien (Bari, Brindisi, Ancona, Trieste) aus erreichbar. Eine Anreise nach Albanien oder Montenegro mit dem Auto kann neben der Fähre von Italien über die Überlandroute Salzburg, Villach, Ljubljana, Karlovac, entlang der Kroatischen Küste und durch Bosnien in Angriff genommen werden, zwei Tage sollten hier mindestens für die 1200 Kilometer lange Strecke eingeplant werden. In den Kosovo fährt man ähnlich, nach Slowenien dann aber über die ehemalige “Autoput” via Zagreb, Belgrad und Novi Pazar.

Grenzübergangsgenehmigungen

Disese sollten mindestens zwei Wochen im Voraus unter Nennung der Übergangpunktes, des Datums und Uhrzeit im jeweiligem Ausreiseland bei der Polizei beantragt werden. Sollte man die gesamte Route in Angriff nehmen sind dadurch drei Anträge nötig: Zum Beispiel muss beim Übergang von Vusanje (Montenegro) nach Theth (Albanien) ein ausgefülltes Antragsformular an die montenegrinische Grenzpolizei in Berane gesendet werden.

Für das Formular werden benötigt persönliche Daten, je nach Land Ausweis bzw. Passkopien und in Montenegro seit diesem Jahr (2014) auch eine Zahlung die vor Ort bei der Bank und Post geleistet werden muss, danach kann man dort die Genehmigung bei der Polizeistation abholen. In Albanien und Kosovo wird die Bestätigung dagegen elektronisch erteilt.

Schwierig ist das vor allem, da die Polizei nicht überall zeitnah reagiert, oft kein Englisch spricht und die Zahlung der Gebühr (10€ pro Gruppe) in Montenegro an die Öffnungszeiten der Institutionen gebunden ist. Als Wanderer trifft man aber meist erst nach Geschäftszeiten ein und ist am nächsten Morgen schon wieder früh unterwegs, Zeit bleibt da wenig. Ein weiteres Ärgernis ist, dass ein konkretes Datum und sogar ein Zeitpunkt angegeben werden muss, oft ist es schwierig voraus zu planen, das Wetter kommt dazwischen, es gefällt an einem Ort so gut, dass man zwei Tage bleibt oder man verliert die Route. Die kosovarische Polizei kontrolliert im Moment (Sommer 2014) alle Antragsteller und ist aufgebracht sind diese nicht zum genauen Zeitpunkt anzutreffen. Wir raten deshalb Wanderer davon ab Daten zu verschieben ohne die kosovarische Polizei zu kontaktieren. Geeignet hatte man sich bei einem gemeinsam Treffen auf ein einheitliches Formular für alle drei Länder und im selbem Memorandum wurde vereinbart, dass keine Gebühren erhoben werden würden, die Gesetzlages in Montenegro verbietet sogar solche.

Wir empfehlen Beschwerde Emails an die auf dieser Seite http://www.mrt.gov.me/kontakt gelisteten Zuständigen der Tourismussektion in Montenegro zu schreiben, die Kosovarische Tourismus Seite schein permanent offline zu sein, die Polizei aber ist aber unter ihrer offiziellen Email erreichbar.
Im Moment können Beschwerden, Anliegen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, als die offizielle Website zu nutzen.

Unterkünfte und Tranfers buchen

Gästehäuser und Hotels

Sind in Albanien und Kosovo meist familienbetriebene Gästehäuser, in Montenegro eher kleine Hotels. An den jeweiligen Startpunkten findet man Hotels auf hohem Standard, in den Bergen sind es meist Herbergen mit Mehrbettzimmern und Vollverpflegung.

Standards sind unterschiedlich, in Theth und Valbona, die Orte die von Besuchern auf der Route am stärksten frequentiert werden, findet man bereits private Doppelzimmer mit Bad. In Doberdol dagegen schläft man sehr rustikal ohne Strom und Dusche in einfachen Hütten mit gestampften Boden im Bettenlager. Man sollte sich darauf einstellen und überlegen für einige Etappen einen (Hütten-)Schlafsack zu packen bzw. die Route so zu planen, dass sie dem eigenen Komfortvorstellungen entspricht.

Englisch wird nur vereinzelt gesprochen, Deutsch teils im Kosovo (Auswanderer) und Montenegro (Tourismus vor dem Zerfall von Jugoslawien), man sollte bereit sein mit Händen und Füßen zu kommunizieren und bei Bedarf ein Bilderwörterbuch mitführen, das kann beim Essen sehr hilfreich sein. Besonders in den Familienwird man herzlich aufgenommen und fühlt sich schnell als ein Teil dieser. Während großartige Berglandschaften auch anderswo zu finden sind, machen dieseErinnerungen eine Peaks of the Balkans Reise einzigartig.

Es ist schwierig Unterkünfte über das Internet vor Reisebeginn zu buchen, an einigen Etappenpunkten kann es aber zu Engpässen kommen. Wo nicht mehr als eine Herberge existiert kann eine größere Gruppe diese schnell komplett belegen. Anderwso mangelt es noch an Übernachtungsmöglichkeiten oder diese öffnen nur auf Nachfrage und für Gruppen, nicht überall wo das Bettensymobl auf der Karte vermerkt ist existieren Herbergen auch. Zwei Wanderer mögen dennoch Dank der Gastfreundschaft immer ein Dach über dem Kopf finden, Gruppen sollten eine lokale Agentur kontaktieren.

Camping

Camping ist fast überall möglich, wir empfehlen die nächsten Anwohner freundlich um Erlaubnis zu bitten. Diese freuen sich meist sehr über Gäste und mit einem kleinem Entgelt kann man sich für die Nutzung der Toilette oder Dusche bedanken. Verpflegung kann ebenfalls bereit gestellt werden.
In Montenegro ist es nicht erlaubt im Nationalpark “wild” zu campen, das betrifft vor allem den Hrid See der sich in der höchsten Schutzzone befindet,augenscheinlich halten sich leider nicht alle Besucher an das Verbot. Wir bitten alle Wanderer möglichst bereits bestehende Feuerplätze und Campingstellen zu nutzen, Müll in der Stadt zu entsorgen (im Dorf sollte man ihn Mangels öffentlichen Dienst nicht lassen) und Wasserquellen sauber zu halten.

Man sollte sich ebenfalls auf die Gastgeber und Balkan-Mentalität einstellen, oft kann es passieren, dass aus fünf Minuten Wartezeit eine halbe Stunde wird oder das Frühstück nicht um 7 Uhr bereitsteht, sondern erst 20min später serviert wird. Im Montenegro ist als Relikt aus dem sozialistischem Jugoslawien der Service-Gedanke noch nicht sehr weit ausgeprägt, generell geben sich aber fast alle Hosts sehr große Mühe Gäste zufrieden zu stellen. Die Menschen die in den einfachsten Bedingungen leben werden selbst ihre Betten Räumen und das letzte Stück Brot mit Gästen teilen.

In den Unterkünften

Vollpension mit Abendessen, Frühstück und einem Picknick Paket sind der Standard in den Gästehäusern, generell bieten alle Unterkünfte auf Anfrage drei Mahlzeiten an. Dedizierte Restaurants existieren nur an wenige Orten aber auch als nicht übernachtender Gast kann man in den Herbergen gut essen. Auch Selbstversorgern empfehlen wir einmal die lokale Küche zu probieren, diese sollte Teil der Peaks of the Balkans Erfahrung sein.

Einladungen

Oftmals wird man auch von Einheimischen spontan auf einen Kaffee, Bergtee, Raki, kleine Mahlzeit oder Ähnliches in ihren Gärten oder Häusern eingeladen, es ist üblich dafür ein Trinkgeld zu hinterlassen. Durch kulturelle Hintergründe bedingt lehnen Gastgeber eine direkt Zahlung ab, es ist gang und gäbe es dann den Kindern in die Hand zu drücken oder zu vermitteln, dass es für diese gedacht ist. Üblich sind 50-100 lek (35-70c) für ein Getränk und 500 lek (3.50€) für eine Mahlzeit, es ist uns wichtig, dass Besucher damit einen Beitrag leisten aber gleichzeitig auch nicht zu viel Geld hinterlassen.

Selbstversorger

Für Selbstversorger existieren wirkliche Einkaufsmöglichkeiten (Läden und Supermärkte) nur in den Städten, Plav ist der einzige Punkt der auf der Route gelegen ist. Kleine Cafes in den Dörfern verkaufen ebenfalls Snacks and Getränke, selten Grundnahrungsmittel. Brot und lokale Produkte wie Milch, Joghurt, Käse, Honig oder Raki können von den Schäfern und Anwohnern erworben werden. Für die Abwicklung der Bezahlung bei Privatleuten gilt das gleiche zu beachten

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Transfers und Öffentliche

Die Ausgangspunkte sind mit öffentlichen Transportmitteln erreichbar, in Montenegro und Kosovo sind das Busse mit festem Zeitplan, in Albanien meist Sammeltaxis, sogenannte “Furgon” und ähnlich dem türkischem Dolmus, die oft ohne festgelegte Abfahrtszeiten zwischen den Städten verkehren. Man sollte darauf eingestellt sein, dass es von den Städten zu den Bergdörfer oft nur eine einzige oder nur wenige Verbindungen pro Tag gibt. In den Bergen selbst können viele Abschnitte nicht mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden, wo möglich kann mna private lokale Fahrzeuge für einen Transfer anheuern, Taxis gibt es nur in Raum um Plav.

Gepäcktransporte

Gepäcktransporte soweit gewünscht werden meist von Pferden oder Maultieren erledigt, diese können mehrere weiche Gepäckteile jeoch keine Koffer (nur Rucksäcke oder Taschen!) vom einen Dorf zum nächsten transportieren. Die Pferdeführer sollten die Route kennen, oftmals sind sie jedoch schnelleren Schrittes als die Besucher unterwegs und nehmen schwierige Abkürzungen. Auf den Fahrstrecken lassen sich Gepäcktransfers individuell nur schwierig realisieren, dasselbe gilt für grenzübergreifende Transfers da hier eine spezielle Genehmigung eingeholt werden muss.

Kartenmaterial

Die vom Huber Verlag herausgegebene Karte stellt die Region im Maßstab 1:60.000 dar, das ist ausreichend für die Planung der Route, jedoch nicht für die Orientierung im Gelände. Weiterhin fehlen Viele Wege und Details, selbst Straßen. In Albanien und Kosovo wurden vorhandene Trails zum Teil frei Hand auf der Karte eingezeichnet. Das Wegenetz in Montenegro ist dagegen recht dicht, jedoch sind nicht als solche gekennzeichnete Pfade markiert. Höhenlinien sind teilweise nur schwer abzulesen und Übernachbungsmöglichkeiten angegeben wo keine existieren – hier setzt man auf die Entwicklung der Infrastruktur in der Zukunft. Die Qualität des Materials ist nur unzureichend, selbst bei sorgsamen Gebrauch zeigt die Karte schnell Gebrauchsspuren und Risse, wir empfehlen sie sofort nach Kauf in handliche A4 Teile zu zerschneiden und wetterfest zu laminieren.

Die Peaks of the Balkans Karte von Huber kann im Internet und vor Ort in Besucherinformationen oder Kiosken erworben werden, dort existiert teils auch zusätzliches detailiertes Kartenmaterial (Wanderkarte Nordalbanien, Theth, Valbona, Prokletije).
Wir selbst nutzen geo-referenzierte Militärkarten im 1:25.000 Maßstab auf die wir zuvor aufgezeichnete GPS Tracks legen.

GPS

Wir empfehlen grundsätzlich ein GPS mitzuführen, die meisten der offiziellen Abschnitte und einige Seitenrouten haben wir auf Wikiloc.org hochgeladen. Frei verfügbares Kartenmaterial existiert für Albanien und kann unter bunkertrails.org kostenlos heruntergeladen werden. Opensource Karten sind teilweise noch sehr detailarm, die besten Karten für Montenegro und Kosovo bietet die von Garmin erhältliche AdriaTOPO XL.


Die größte Hürde ist im Moment die Bürokratie, ihr folgt der Mangel an vorhandenen Informationen. Im Internet finden sich bisher recht wenige Reiseberichte und auch nur begrenzt Details über Unterkünfte oder Einkaufsmöglichkeiten. Individualreisende sollten deshalb ihre Reise sehr gut vorbereiten und für den Notfall auch einmal eine Nacht autark übernachten und sich selbst verpflegen können. Zwar ist es nie weit bis zur nächsten Ansiedlung, doch diese im starken Dauerregen oder dichten Nebel zu erreichen kann schnell unmöglich werden.

Generell sollte man auf die gewöhnlichen Gefahren im alpinen Terrain eingestellt sein und Temperatur- und Wetterbedingungen nicht unterschätzen. Es gilt im Hinterkopf zu behalten, dass in vielen Arealen kein Mobilfunknetz vorhanden ist, man oft für Tage keine anderen Wanderer trifft und nur in Montenegro eine begrenzt einsatzfähige Bergrettung existiert. Oftmals ist man auf sich allein gestellt oder die Hilfe der Anwohner angewiesen.


Die Qualität der Markierungen schwankt stark und sie sind an einigen Stellen leider überhaupt nicht vorhanden. Da das Projekt als “erfolgreich abgeschlossen” gilt, befürchten wir wird sich daran auch nicht so schnell etwas ändern. Am häufigsten verlieren sich Wanderer auf den Streckenabschnitten in Montenegro und Teilen des Kosovo. Sowohl der Übergang von Liqenat nach Babino Polje als auch weitergehende Route hinter dem Hrid See nach Plav und weiter zum Bor Gipfel sind kaum markiert. Dasselbe trifft auf die Transferwanderung vom albanischen Doberdol nach Milishevc oder die Grenzüberquerung von Liqinat nach Babino Polje und insbesondere auch auf den verwirrenden Abstieg in die Rugova Schlucht zu.

Die Markierungen selbst sind meist rechteckig in Form einer Flagge im Farbcode weiß-rot-weiß oder rot-weiß-rot gehalten, daneben existieren kreisförmige Marker mit roten Außen und weißen Innenkreis, an einigen stellen auch Aufkleber mit dem Peaks of the Balkans Symbol.


Minenräumarbeiten wurden 2007 offiziell abgeschlossen und die Route ist minenfrei. Markierte Minenfelder (weiß-rotes Band und Warnschilder) existieren im Kosovo weit abseits der Route in anderen Teilen des Landes. Der Halo Trust kann mehr Informationen bereitstellen und für Detailfragen kontaktiert werden.


Die Berge werden besonders in Albanien von Schäfern bewohnt, deren Lebensgrundlage ist die transhumane Weide- und Viehwirtschaft. Da Wölfe und andere Wildtiere eine reale Gefahr darstellen, werden die Herden vom sogenannten Sharr Hund begleitet. Dieser vom Bayrischen Rundfunk als “kalbsgroßer Hirtehund” bezeichnete Gefährte sollte nicht unterschätzt werden, man sollte sich vergewissern, dass der Schäfer in der Nähe ist seine tierischen Gefährten zurückzuhalten. Oftmals nähern sich die Hunde schnell wild bellend an, bleiben dann aber im geringen Abstand auf Distanz, in dieser Situation sollte man Ruhe bewahren, mit Stöcken und Steinen oder der bloßen Wurfgeste können die Tiere auf Distanz gehalten werden.
Gewöhnlich ist dies kein Problem aber man sollte sich auf die Vierbeiner einstellen.

Andere Wildtiere werden bejagt und sind scheu, nur mit viel Glück bekommt man sie zu Gesicht. Die meisten Bergbewohner haben noch nie einen Wolf oder Braunbären zu Gesicht bekommen.

Schlangen sollte man mit Respekt begegnen, generell gilt, dass alle aquatischen Spezies ungefährlich sind, vor allem auf sonnigen Höhen im Karst oder an Waldübergängen findet man aber auch die giftigsten Schlagen Europas. Im hohen Gras oder auf Weiden besteht dagegen wenig Gefahr. Antiserum ist in den Ambulanzstellen und Krankenhäuser vorhanden, nach einem Biss hat man 24 Stunden Zeit bevor Lebensgefahr besteht.


Die meisten Leute sind ehrlich und werden Preise nach bestem Wissen und Gewissen nennen, leider gibt es wie überall aber auch einige schwarze Schafe. Das sind vor allem Taxifahrer die Ortsfremden einen höheren Preis berechen oder Anwerber die auf Reisende an Busstationen warten und Unterkünfte und Transfers vermitteln. Wir empfehlen alle Angebote dankend abzulehnen und sich selbst einen Überblick zu verschaffen, auch verschiedene Preisvorschläge anzuhören. Oftmals hilft es die Unterkunft zu bitten Taxis zu buchen oder sich nach dem gängigen Preis zu erkundigen.


Wir helfen!

Gerne helfen wir bei konkreten Fragen weiter. Wir bitten zu berücksichtigen, dass während der Sommermonate Tourenanfragen Vorrang genießen und Antworten einige Tage benötigen können. Am besten ist es eine Email auf Englisch an welcome@zbulo.org zu schreiben, da diese vom gesamten Team beantwortet werden kann.

Für 2015 planen wir das Portal wwww.peaksofthebalkans.info zu starten, dass mehr Informationen zum Trail, Routen und den Unterkünften, Kartenmaterial und Fotos des Treks als auch einem Forum in dem sich Wanderer austauschen können beinhalten soll.

Sollten sich Fehler eingeschlichen haben oder Dinge vergessen worden sein, ändern bzw. fügen wir diese gerne hinzu.

Wanderführer

Auf der offiziellen Peaks of the Balkans Website sind Guides gelistet die am vom DAV durchgeführten Trainingskurs teilgenommen haben. Aus verschiedenen Gründen hat die Hälfte von diesen aber nie eine Gruppe geführt und wird es auch nie. Viele der aktiven Guides sind dagegen nicht aufgeführt da sie aus terminlichen Gründen nicht an dem während der Hochsaison organisierten Training teilnehmen konnten.

Tourveranstalter

Nur wenige Agenturen sind in der Lage ein maßgeschneidertes Programm vorzubereiten, die meisten bieten eine standartisierte Reise in ihrem Land an, jedoch keine grenzübergreifenden Angebote die alle drei Länder beinhalten. Es lohnt sich einige Guides und Agenturen die den Peaks of the Balkans auf ihrer Website nennen herauszupicken und Vorschläge zu vergleichen.

Unsere Touren

  • Kompletter PoB Kosovo – 12-tägige Tour, Start Pristina (unser Favorit und mehrfach nominiert)
  • Kompletter PoB Albanien – 13-tägige Tour, Start Tirana (Abwandlung des Bestsellers)
  • PoB ohne Komfortverzicht – 10-tägige Tour mit Tageswanderungen und Hotelübernachtungen, Start Podgorica oder Tirana (noch nicht online aber schon verfügbar)
  • Kurzer PoB Albanien – 9-tägiger Trek von Tirana (AL, MNE, RKS)
  • Kurzer PoB Montenegro – 8-tägige komprimierte Tour der Highlights von Podgorica (AL & MNE)
  • Kurzer PoB mit Parallel-Program Albanien – 9-tägige Tour mit täglicher Auswahl zwischen kurzer und langer Wanderung, Start Tirana (AL & MNE)


Zbulo! Discover Albania bietet geführte Wanderungen sowohl auf Deutsch als auch Englisch und anderen Sprachen auf der Peaks of the Balkans Route und in anderen Regionen von Albanien, Kosovo, Montenegro und Teilen von Mazedonien an.

Wir helfen Wanderern bei der Beantragung der Permits und Buchung der Unterkünfte, organisieren aber auch selbstgeführte Reise für Individualwanderer als aus geführte Gruppenreise (mindestens ein Termin jeden Sonntag).